Der Ingress von Uranus ins Zwillings-Zeichen im Frühling 2026

„Wenn ein Problem gelöst werden kann, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Wenn nicht, sind Sorgen sinnlos.” (Dalai Lama)

Wie im letzten Beitrag angekündigt, hat die spätwinterliche Sonnen- und Mondfinsternis (17.02. und 03.03.) im wahrsten Sinne des Wortes eine Verfinsterung des Lichtes mit sich gebracht. Mit dem Beginn der Kriege im Nahen Osten am 28.02.26 hat sich der Umbruch der Welt ins neue Luftzeitalter eklatant beschleunigt. Jede/r kann dies auf die eine oder andere Art wahrnehmen und spüren. Mit der letzten (alle 36 Jahre stattfindenden) Saturn-Neptun-Konjunktion am 20.02.26 – mit einem gleichzeitig transformativen Pluto im Luftzeichen Wassermann – war jetzt, so wie ich es beschrieben hatte, „viel Raum für gewichtige Veränderungen…“ Im letzten Blog hatte ich die Bedeutung solcher Saturn-Neptun-Konjunktionen ebenso beschrieben… In diesem Sinne sei hier daran erinnert, dass die letzte Konjunktion 1989 mit dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges einherging. Jetzt sieht es danach aus, dass materielle Strukturen sowie alte Traditionen zerstört werden, bevor in einigen Jahren Neues erwachsen kann. Wie bereits beschrieben, erinnert die Zeitqualität Uranus im Wassermann an 1941-48 vor 84 Jahren. Die Erinnerungen an die Hochphase des Zweiten Weltkrieges und dem folgenden notwendigen Wiederaufbau sind nicht gerade erquicklich. Ergänzend sorgt Neptun in Widder seit Januar 2026 für den nötigen Zündstoff, so dass kein Ausweg zur notwendigen Transformation da sein wird.  So sehr es sich traditionell-konservative Menschen auch wünschen mögen, künftige Energie wird nicht mehr aus der Erde kommen (Kohle, Gas, Öl, Dünger), sondern aus dem Luftraum (Wind, Sonne, Kernfusion, Kreislaufwirtschaft, verbunden mit Speichermedien wie Batterien, Wasserstoff, Kohlenstoff oder Wärme). Das inkludiert ebenso unsere energieintensive, vom Öl abhängige Landwirtschaft: Eine Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel der CO2-Speicherung, was fruchtbarem Humus auf den Feldern entspräche, während mineralischer Kunstdünger die Bodenfruchtbarkeit weiter verringert, wäre hier die zukunftsfähige Wahl. Je schneller wir diese Transformation hinbekommen und uns von Altem entledigen, umso besser wird es uns ergehen. Des Weiteren kann die Zukunft nicht mehr analog sein, sondern wird im digitalen Raum stattfinden, ob wir es uns nun so wünschen oder nicht. So dürfen wir jetzt neue Wege finden, diesen Raum zu erobern und dabei lernen, wie wir uns darin positionieren und wohlfühlen können. Wir sind geradezu gezwungen, unser eigenes Leben und unsere Volkswirtschaften so umzubauen, dass Raum für dieses Neue und für neue Ideen entstehen kann.

Pluto wird zwar ab dem 06.05.26 rückläufig, wirkt sich aber dennoch im Frühling transformativ aus, denn er löst zunehmende Quadrate aus, so mit Venus (04.04.), Sonne (25.04.), Merkur (06.05.) und Mars (26.05.), dass eine eigenartige Mischung aus transformativen Situationen sowie auch Blockaden resultieren könnte. Vermutlich wird es im Frühling keine schnellen Lösungen geben und begonnene Prozesse werden Zeit in Anspruch nehmen. Altes wird zunehmend weichen und Neues schrittweise kommen. Mars im Widder vom 09.04. bis 18.05. wird diese Transformationen pushen. Mars steht zudem am 13.04. in Konjunktion zu Neptun mit möglicherweise aggressiver, pionierhafter, täuschender oder auch visionärer Tendenz. Politik auf der Weltbühne könnte sich aktuell festgefahren darstellen. Am 20.04. wandert dann Mars in eine Konjunktion zu Saturn und Merkur. Das könnte dafür stehen, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen oder aber einer Handlungsblockade aufzusitzen, aus der nicht zielführende Verlustängste oder Wut entstehen können. Hier geht es darum, die eigene Leistungskraft verantwortungsvoll einzuschätzen und Schritt für Schritt im Vertrauen eines nach dem anderen abzuarbeiten. Provozierendes, proaktives oder herausforderndes Verhalten bringen in einer solchen Zeit rein gar nichts. Wer das nicht versteht, wird verlieren.

Uranus befindet sich aktuell in der Endphase Stier und zieht final am 26.04.26 um 2:52 Uhr ins Zeichen Zwillinge ein. Er bleibt dort bis Mai 2033. Die Renaissance der Kommunikation steht uns bevor. KI und Quantencomputer werden die Welt verändern. Information, Bildung, Handel, Verkehr, soziale Medien, die ganze Kultur an sich: alles wird auf den Prüfstand kommen. Vieles wird sich in den digitalen Raum verlagern. Materie und Besitz könnten hingegen weniger wichtig sein und sind vielleicht nur noch Mittel zum Zweck. Funktionsunfähige alte Systeme und Fehler im Neuaufbau können aber zu Störungen in Lieferketten führen, die nicht selten auch zu Hungersnöten führen könnten. Die Welt muss neu sprechen lernen! Können wir Einheit wiederentdecken – oder nur die Spaltung vertiefen? Kriege werden zur Neuordnung führen. Die U.S.A. waren übrigens bei Uranus im Wassermann immer in größere Kriege verwickelt, dies wird sich aber vermutlich nicht als Vorteil für die U.S.A. herausstellen – im ganzen Gegenteil. Wir können jetzt lernen, Allianzen zu vertiefen – oder sie zerstören. Letzteres wird nicht weiterhelfen.

Nur, wenn wir uns dem Paradigmenwechsel stellen, können wir uns durch innovatives und kreatives Denken in eine gute Richtung bewegen. Was bisher zu Zeiten von Uranus in den Zwillingen geschah, hatte ich bereits ausgeführt, hier sei kurz daran erinnert:

  • Die Macht der Kirche wanderte mit Inspiration von Menschen wie Kepler und Galileo an den Staat; das Teleskop wurde 1609 erfunden (1600-14).
  • England transformierte sich mit Inspiration von z. B. Newton zur wirtschaftlichen und militärischen Großmacht (1690-98); die technische Entwicklung setzte ein.
  • Die U.S.A. erreichte wirtschaftliche Stärke und Unabhängigkeit von England; die Dampfmaschine wurde 1781 erfunden (1774-82).
  • Die U.S.A. und Europa wurden 1858 per Telegrafenkabel verbunden. Im Bürgerkrieg entschieden sich die U.S.A. gegen das Sklaventum und für die Freiheit. Europa sortierte sich ebenfalls neu (Bismarck erschuf den Nationalstaat), das Rote Kreuz entstand und die Genfer Konvention wurde unterschrieben (1858-66).
  • Die Welt zerlegte sich während des zweiten Weltkrieges und formte sich neu. Die Nukleartechnologie entstand, der Computer wurden erfunden (1941-49).
  • Die U.S.A. könnten sich als Weltmacht diskreditieren; aufstrebende Länder wie China, Indien oder afrikanische Staaten könnten dieses Vakuum füllen; die KI fordert eine Neuaufstellung der Welt auf vielen Ebenen (2026-33).
 

Chiron, der „verwundete Heiler“, befindet sich aktuell in der Endphase des Widder-Zeichens. Mit dem Kopf durch die Wand werden wir jedoch nichts erreichen oder uns lediglich neue Wunden zufügen. Verzeihen und Versöhnen wären im Sinne von Heilung aktuell wichtige Eigenschaften. Am 19./20.06., also kurz vor der Sommersonnenwende am 21.06. um 2:52 Uhr (siehe Radix unten) wird Chiron nach 50 Jahren zunächst für drei Monate in den Stier wandern mit finalen Eintritt ins Stier-Zeichen ab 14.04.27. In der Vergangenheit waren damit oft finanzielle Niedergänge verbunden wie die große Depression 1929-33 bzw. die lange Depression oder große Deflation 1873-79. Hohe Schuldenstände, finanzielle und wirtschaftliche Krisen bilden hierfür eine aggressive Kulisse. Wir wünschen uns aktuell vielleicht Sicherheit und Wohlstand, können diesen Ideen aber kein Vertrauen zukommen lassen. Im Außen können wir das nicht erreichen, wir müssen Vertrauen im Inneren spüren. Hierbei hilft auch integrative Köperarbeit wie die Professionelle Kinesiologie oder die Reflexintegration, die ich erschaffen habe und neurologische Arbeit inkludiert.

Wir dürfen lernen, Projektionen auf Mangelzustände, Kontrollverhalten oder mangelndes Selbstbewusstsein abzulegen, um uns ganz auf die Akzeptanz der Umstände einzuschwingen. Auf diese Weise können wir kreativ neue Schritte gehen.

Jupiter befindet sich bis 30.06.26 noch im Krebs-Zeichen. Familie, Heimat, Religion und Glauben bleiben demnach wichtige Themen. Unerlöst mögen diese Themen zu Nationalismus oder gar Rassismus führen. Hier ist es wichtig, „Gut und Böse“ bzw. „richtig und falsch“ zu endheddern – was keine leichte Aufgabe in einer Zeit der sogenannten „Fake-News“ und der KI ist – sowie Glaubenssätze und Erwartungen nicht zu hochzuschrauben, um entspannt zu bleiben. Das mag nicht immer gelingen, aber jeder Schritt in eine gute Richtung lässt uns besser werden. Am 06.04. bildete Jupiter ein abnehmendes Quadrat zur Sonne, am 26.04. zu Merkur, am 05.05. zu Mars und am 09.06 zu Venus. Es könnte eine Neigung zu anmaßendem oder ausgrenzendem Verhalten bestehen. Hoffen wir, dass diese Grundstimmung familiär oder auch weltpolitisch nicht zu zu viel Zerstörung führt. Vertrauen hingegen wäre die richtige Marschrichtung und überhaupt die Grundlage allen entspannten Seins. Ab 30.06. bewegt sich Jupiter ins Widder-Zeichen. Es könnte ein heißer Sommer werden, wenn die Mächtigen Entscheidungen materiell oder militärisch erzwingen wollen. Auf der anderen Seite können wir uns darauf vorbereiten, durchzustarten mit neuen Visionen und Zielen im Sommer 2026. Allen eine wunderbare Frühlingszeit 😊